Die Stiftung

Die Christoph-Dornier-Stiftung wurde auf eine Initiative des Malers Christoph Dornier am 1.4.1989 als gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet

Historie der Christoph-Dornier-Stiftung

Der Maler Christoph Dornier und sein Interesse für die Psychologie

Christoph Dornier wurde am 4. Dezember 1938 als jüngster Sohn des bekannten Flugpioniers Claude Dornier in Friedrichshafen am Bodensee geboren. Statt in die „technischen“ Fußstapfen seines Vaters zu treten, nahm er 1958 ein Studium an der Akademie der Künste in München auf und war bis zu seinem Lebensende als Maler tätig. In den 80er Jahren verkaufte er als Miterbe seine Anteile an der Dornier GmbH und förderte aus diesem Erlös Projekte in Kunst und Wissenschaft.

Christoph Dornier verstarb am 14. August 2008 nach kurzer Krankheit.

Zu seinen Interessengebieten gehörte auch die Psychologie. Im Bereich der Klinischen (heilbehandelnden) Psychologie, so stellte er fest, gibt es eine Vielzahl von gesicherten Erkenntnissen zu psychischen Störungen und deren Behandlung; Forscher dieses Fachbereichs entwickelten und entwickeln wissenschaftlich fundierte und hocheffektive Therapieverfahren zu den unterschiedlichsten psychischen Störungen, ohne dass sie in der Praxis entsprechend zeitnah umgesetzt wurden und somit den Patienten zu gute kamen.

Sein besonderes Interesse zogen wissenschaftliche Veröffentlichungen über die Konfrontation bei Angststörungen auf sich.
Diese Veröffentlichungen gingen auf die Arbeitsgruppe für Klinische Psychologie am Fachbereich Psychologie der Philipps-Universität Marburg zurück, die von Prof. Dr. Irmela Florin geleitet wurde.

Die ersten Kontakte zur Marburger Arbeitsgruppe

Im März 1986 kam es zu einem ersten Kontakt zwischen dem Stifter und dem späteren Vorstand der Stiftung, Prof. Dr. Wolfgang Fiegenbaum. In dem nachfolgenden intensiven Gedankenaustausch machten Prof. Dr. Wolfgang Fiegenbaum und Prof. Dr. Irmela Florin Christoph Dornier eingehend mit den Forschungsarbeiten der Marburger Arbeitsgruppe vertraut und erarbeiteten Vorschläge für ein langfristig angelegtes Stiftungskonzept. Nach entsprechender Prüfung und Vergleich mit alternativen Konzepten entschied sich Christoph Dornier schließlich, die von ihm geplante Stiftung auf der Basis der konzeptuellen Vorschläge der Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Irmela Florin zu errichten.

Gründung der Christoph-Dornier-Stiftung

Die Christoph-Dornier-Stiftung wurde am 1.4.1989 als gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet und von Christoph Dornier mit einem Stiftungsvermögen von damals DM 5,3 Millionen (ca. 2,71 Mio. €) ausgestattet. Die Stiftung hat ihren Sitz an der Philipps-Universität Marburg.

Ziel: Förderung der klinischen Psychologie

Das verfassungsgemäße Ziel der Stiftung ist die Förderung der Klinischen Psychologie in Praxis und Forschung. Zu ihren Aufgaben gehört u.a. die Einrichtung modellhafter Ambulanzen, in denen klinisch-psychologische Behandlungen durchgeführt und evaluiert werden. Gleichzeitig wird in der Stiftung intensive Forschung betrieben, die dazu beitragen soll, das Wissen um psychische Erkrankungen zu erweitern und die Behandlungsmethodik zu verbessern. Ein besonderes Anliegen der Stiftung ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der Klinischen Psychologie; hierzu vergibt sie u.a. Promotionsstipendien. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt der Stiftung ist Öffentlichkeitsarbeit, die dazu dienen soll, wichtige Ergebnisse der klinisch-psychologischen Forschung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Organe und Gremien der Christoph-Dornier-Stiftung

verfassungsgemäße Organe


Verfassungsgemäße Organe der Christoph-Dornier-Stiftung sind der Vorstand und das Kuratorium.
Prof. Dr. Wolfgang Fiegenbaum wurde vom Stifter zum ersten Vorstand bestellt.
Die Mitglieder des Kuratoriums waren bereits am 14.12.1988 von Christoph Dornier benannt worden.

Vorstand


  • Dr. Fabian Andor ( Vors.)


  • Prof. Dr. Wolfgang Fiegenbaum

Kuratorium


  • Prof. Dr. Niels Birbaumer ( Vors.)
  • Prof. Dr. Thomas Ehring ( Stellv. Vors.)
  • Margherita Dornier
  • Prof. Dr. Katharina Krause
  • Dr. Thomas Lang