Deutscher Psychologie-Preis
Zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung im Bereich der Psychologie wurde im Jahr 1990 von der Christoph-Dornier-Stiftung die Initiative ergriffen, einen "Deutschen Psychologie-Preis" zu etablieren, der gemeinsam mit dem Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) und der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) vergeben wird. Neben der Anerkennung und der Förderung wissenschaftlicher und beruflicher Leistungen soll dieser - mit jährlich 5.000 EUR dotierte - Preis dazu dienen, das Fach Psychologie im Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit zu etablieren.
Jury
In der Jury, in die jede der beteiligten Institutionen einen Vertreter entsendet, arbeiten folgende Damen und Herren mit:
- Prof. Dr. Manfred Döpfner als Vertreter der Christoph-Dornier-Stiftung
- Prof. Dr. Sabine Sonntag als Vertreterin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie
- Prof. Dr. Christoph Steinebach als Vertreter des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen.
Der Deutsche Psychologie-Preis wurde 1992 erstmalig vergeben.
Die Preisträger aus den Jahren 2002 bis hin zu 1992 lauten wie folgt: |
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| 1992 | Prof. Dr. Dietmar Schulte | Bochum |
| 1993 | Prof. Dr. Lutz von Rosenstiel | München |
| 1994 | Prof. Dr. Paul B. Baltes | Berlin |
| 1995 | Prof. Dr. Niels Birbaumer | Tübingen |
| 1996 | Prof. Dr. Winfried Hacker | Dresden |
| 1997 | Prof. Dr. Dieter Vaitl | Gießen |
| 1998 | Prof. Dr. Dieter Frey | München |
| 1999 | Prof. Dr. Dirk Hellhammer | Trier |
| 2000 | Prof. Dr. Max Steller Prof. Dr. Klaus Fiedler |
Berlin Heidelberg |
| 2001 | Prof. Dr. Amèlie Mummendey | Jena |
| 2002 | Prof. Dr. Herta Flor | Mannheim |
| 2003 | Dr. Doris Bischof-Köhler und Dr. Norbert Bischof |
München |
| 2004 | Prof. Dr. Alexander Thomas | Regensburg |
| 2005 | Prof. Dr. Manfred Döpfner | Köln |
| 2006 | Prof. Dr. Dr. h.c. Friedrich Lösel | Erlangen |
| 2007 | Prof. Dr. Ralf Schwarzer | Berlin |
Verleihung
Die Verleihungsfeier des Deutschen Psychologie-Preises wird im Wechsel von einer der drei beteiligten Institutionen organisiert; im Jahr 2007 wird sie vom Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen im Opernpalais unter den Linden in Berlin organisiert.
Deutscher Psychologie-Preis 2007 für Prof.Dr.Ralf Schwarzer
Warum leben Menschen wider besseres Wissen und trotz aller guten Vorsätze nicht gesünder oder wie bringt man sie dazu, die guten Vorsätze in die Tat umzusetzen? Antworten auf diese Frage kann Prof. Dr. Ralf Schwarzer von der Freien Universität Berlin geben. Für seine Forschung auf dem Gebiet der Gesundheitspsychologie wurde dem international renommierten Wissenschaftler der Deutsche Psychologie-Preis 2007 verliehen.
Schwarzers Forschung habe die psychologischen Voraussetzungen für ein gesundes Leben grundlegend dargelegt, betonte BDP-Präsidentin Carola Brücher-Albers und förderte so das Verständnis vom Menschen im Umgang mit seiner Gesundheit. Seine Erkenntnisse haben auch auf das Denken von Psychologen, die Präventionsprogramme entwickeln, auch Einfluss genommen.
In ihrer Laudatio würdigte Prof. Dr. Hannelore Weber Schwarzer als Lehrer und Förderer des wissenschaftlichen Nachwuchses auf nationaler und internationaler Ebene.
In seinem Festvortrag zum Thema „Gesünder leben und fit bleiben: Was kann Psychologie dazu beitragen?“ legte Schwarzer dar, wie sich Intentionen in Handlungen umsetzen lassen und welchen Einfluss die Darstellungen gesundheitlicher Risiken in den Medien dabei haben.



